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Willkommen im günstigsten und gemütlichsten Café Reykjaviks!

Wenn wir eine Sache lieben, dann sind es Cafés. (Na gut, wir lieben Vieles. Aber Cafés eben auch. :D). In der Mittagspause sind wir schon immer gern aus dem Haus gegangen, lassen die Arbeit dann für ein, zwei Stunden ruhen, drehen eine Runde um den Stadtsee und setzen uns danach in eine der vielen kleinen Kaffeestuben Reykjaviks. Oder Hannovers. Oder welcher Stadt auch immer wir gerade unterwegs sind. Bei einem Chai Latte und einem Croissant aus dem Fenster zu schauen - Regen, Schnee oder Sonnenstrahlen beim Tanzen zuzusehen - und sich was zu erzählen, ist zu unserer perönlichen kreativen Denkpause geworden. Wir schalten kurz ab, reden mal über was anderes, als den Blog oder hängen einfach still unseren Gedanken nach. Es ist wichtig, nicht ununterbrochen in und an der Arbeit zu hängen. Um sich wieder und wieder inspirieren zu können braucht man Input - und wenn man das 'echte' Leben nur noch an sich vorbei ziehen lässt, wo soll dieser Input dann herkommen? Wir haben das auf die eher harte Tour gelernt, waren wir doch jetzt schon mehrfach an dem Punkt, wo die Köpfe nur noch leer waren, der Tunnelblick kein Rechts und Links mehr zugelassen hat und wir uns ausgelaugt und ideenlos fühlten. Rituale abseits des Arbeitslebens sind daher essentiell, egal ob selbstständig oder angestellt. Sich auf kommende Abenteuer vorfreuen, mal einfach zwei Stunden lesen, eine Serie schauen, spazieren gehen und die Natur genießen, oder eben ins Café setzen und eine Weile gar nichts denken, sondern aus dem Fenster schauen und am Chai Tee nippen - was auch immer euer Ritual ist: lasst es nicht schleifen und nehmt euch die Zeit! :)

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Islands Süden: Magisches Winterlicht - vier Stunden 'Golden Hour' im Þingvellir.

GOLDEN HOUR ISLAND | Was den Winter in Island so absolut besonders macht, so atemberaubend schön, ist nichtmal unbedingt der puderig weiße Schnee, der das gesamte Land bis zu mehreren Metern dick bedeckt, sondern die fünf Stunden Tageslicht, welche im Grunde genommen aus Sonnenauf- und Untergang bestehen. Fünf Stunden Golden Hour, fünf Stunde blanke Magie. Wir haben die dunklen Morgenstunden des vergangenen Sonntags genutzt, um zu arbeiten, haben um 11Uhr bei Sonnenaufgang gefrühstückt und sind dann um die Mittagszeit herum ins Thingvellir gefahren. Das Wetter war unfassbar schön, kalt, aber kaum Wind und strahlend blauer Himmel mit nur ein paar plusterigen Wölkchen durchsetzt. Wir haben uns dick in unsere neuen Wintermäntel gemummelt, die Hände tief in die Tasche vergraben und sind um die Silfra Spalte herum (in der gesamten Gegend driften die Kontinentalplatten Europa's und Amerika's auseinander - die Silfra Schlucht ist gefüllt mit dem mit klarsten Wasser der Erde!) spazieren gegangen. Wir haben die unfassbare Aussicht bewundert: der klare See Thingvallavatn, die tief stehende Sonne zwischen den Bergen, das traumhaft schöne Licht, die Holzhütten zwischen den Tannen am Ufer und haben die Sonne genossen. Der Thingvellir (Þingvellir) National Park liegt keine Stunde von Reykjavik entfernt und ist vor allem dafür bekannt, dass die Wikinger dort einst ihr 'Althing' abhielten, eine jährliche Veranstaltung, um Gesetze zu beschließen und über Verbrechen zu richten. 1944 wurde an selbiger Stelle dann die Republik Island ausgerufen. Ein historischer Platz also.

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Islands heiße Quellen und warme Bäder - von überbewertet bis absolut atemberaubend.

Warmes Wasser ist des Isländer's bester Freund. Kann man so in den Raum stellen, würden wir mal sagen. Um die 600 Bademöglichkeiten sind mittlerweile auf der Landkarte verzeichnet, ca. 200 davon sind HotPots oder HotStreams und dabei größtenteils ohne Zutun von Menschenhand entstanden (- die restlichen 400 sind öffentliche Swimming Pools). Wir haben es zu unserem Sport gemacht, so viele wie möglich der Springs und Pots zu besuchen - gebt uns ein paar Jahre und wir haben uns zumindest in allen natürlich heißen Badequellen geaalt! Nichts macht uns glücklicher, als ganz allein, irgendwo in der Wildnis, in warmem Wasser zu liegen, in die Natur zu schauen und unsere Gedanken schweifen zu lassen. Island ist unser Traumland. Es hat viel zu bieten und viele Vorteile, die unglaubliche Erdwärme ist nur einer davon. Auch wenn wir gerade mal ein Jahr hier wohnen und davon ca. 3 Monate auch noch in Deutschland verbrachten, so haben wir mittlerweile einige Quellen, Ströme und Bassins getestet. Wir haben Favoriten ausgemacht und eine Wunschliste erstellt, die Top 5 davon wollen wir bis zum Jahresende noch ausprobiert haben. Und weil das so ist, weil wir die HotPots so lieben, haben wir uns hingesetzt und einen Beitrag zusammengestellt, den wir über die Jahre hinweg vervollständigen wollen - einen Beitrag über all die wundervollen Orte, die wir euch ans Herz legen möchten. Island's berühmteste, schönste, unberührteste Badeplätze.

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Gletscherwanderung auf dem Sólheimajökull.

Da sind wir also. Mitten auf dem blau schimmernden, ewigen Eis. Um uns herum dicke Nebelschwaden, hinter welchen sich unscharf die Konturen der Bergkuppen erkennen lassen. Der Regen tröpfelt unaufhörlich von unseren Kapuzen, die fast unheimliche Stille wird ab und an vom Knacken des Eises unterbrochen. In der Ferne vernehmen wir ein gewaltiges Rauschen. Irgendwo in dem grauen Gewaber um uns herum muss sich noch ein Wasserfall verstecken. Man könnte meinen, wir hätten bei unserem 12 Stunden Trip am Freitag mit dem Wetter wirklich Pech gehabt, aber wir lieben auch diese Tage. Die schweren, nassen Stunden, sie lassen die ganz besondere Magie Islands erst so richtig deutlich werden. Wenn die Wolkenmassen plötzlich aufreissen und ein wenig von der in Herbstfarben getauchten Landschaft freigeben. Den trägen Gletscherfluss mit den groben Eisblöcken, die tiefgrünen Berghänge, die rauen Zacken des Eises, bedeckt von schwarzer Vulkanasche. Es ist wahrscheinlich nicht jedermann's Sache, dick in Regenkleidung gehüllt, dem Wind entgegen, über einen Gletscher zu stapfen, unsere ist es aber ganz bestimmt. Wir hatten einen wundervollen, verhangenen Freitag, aber lasst uns die ganze Geschichte erzählen: Alles beginnt damit, dass Joseph (@joe_shutter) anfragt, ob wir nicht einen Gastbeitrag für die Icelandic Mountain Guides verfassen wollen. Sie hätten gern Fotos von uns geschossen, zur Verwendung für ihr Social Media. Die Tour dürfen wir uns aussuchen. Wir sind ziemlich Stolz, als Teil der isländischen Fotografen Riege anerkannt zu werden und entscheiden uns spontan für einen 12 stündigen Trip in den Süden. Gletschertour, Skogafoss, isländisches Buffet, Seljalandsfoss bei Nacht und Nordlichter. Klingt nach einem Abenteuer. Es wird auch eins. Ein echtes, eins, wie wir es lange nicht, vielleicht so gar noch nie, erlebt erhaben. Wir wollen ehrlich mit euch sein - es war auch eine Herausforderung.

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Islands Süden: Wer nach Einsamkeit sucht, der sollte sich zum Helgufoss aufmachen.

Die heutigen Bilder sind am Helgufoss entstanden. Ein Wasserfall ein Stück weit ausserhalb Reykjaviks, hinter dem Haus des verstorbenen Halldór Laxness, Island's bis dato einzigem Nobelpreisträger. Jeden Tag ist der Schriftsteller spazieren gegangen, die liebste Route war die zum Wasserfall. Von seinem weißen Anwesen aus läuft man ca. eine Stunde in die absolute Wildnis, über weite Ebenen, vorbei an unzähligen freilaufenden Pferden. Entlang eines wunderschönen Flusses, der sich seinen Weg durch das Land gegraben hat, wandert man in völliger Einsamkeit (wir haben nur ein älteres, isländisches Ehepaar getroffen, sonst war weit und breit niemand zu sehen) bis zum Fuße der Berge. Der Helgufoss ist verglichen zu seinen berühmten Verwandten eher klein, aber das macht ihn nicht weniger schön. Wir waren ein wenig ZU sehr in Abenteuerstimmung und sind den steilen Hang am Wasserfall hinauf geklettert, was mit unseren nicht unbedingt wandertauglichen Schuhen eine *entschuldigt Scheiß-Idee war. Durch den Dauerregen der vergangenen Tage war der Boden aufgeweicht und lehmig und wir sahen nach unserer kleinen Tour nicht nur aus wie Sau, sondern haben es auch fast nicht wieder runter geschafft. Auf allen Vieren geschlittert, wie zwei Spinnen auf Koks, das kann nur lächerlich ausgesehen haben. Die Strafe ist ein fieser Muskelkater - wir sind schon so zwei echte Chuck Norris. :D So langsam wird es merklich kühler und lange werden wir uns in unseren Strickjacken und Capes wohl nicht mehr vor der Kälte schützen können. Ein paar coole Parker wären spitze, aber ein weiteres Fast-Fashion Teil kommt uns nicht mehr in den Schrank. Wir haben uns in ein paar Modelle von Tommy Hilfiger (gibt bei Peek & Cloppenburg Düsseldorf) verguckt und zwar so richtig. Einen fetzigen Wintermantel* zu finden ist gar nicht mal so leicht, weswegen wir ohne Witz jahrelang nur mit Wollmänteln vor die Tür gegangen sind. Naja, mal schauen, ob wir demnächst in ein hochwertigeres und langlebigeres Teil investieren.

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Streetstyle Reykjavik: mädchenhaft im Mantel vs. leger in Bomberjacke.

Wer sich jetzt denkt "Wie kann sie nur mit offenen Schuhen rumrennen, bei 9°C und strengem Wind?" dem können wir nur sagen: da müsstest du mal die Isländerinnen sehen! Solange es nicht schneit, gehen Birkenstocks und auch Riemchen-Sandalen das ganze Jahr über. Wie war das gleich mit den Harten und dem Garten? Richtig! Solange es nicht regnet und man ein Stündchen straff läuft, kann man noch immer seine schönen Schlappen rauskramen und ausführen. Und weil die Isländer generell sehr stylisch sind, passt man sich an und geht für einen Kaffee zur Abwechslung auch mal NICHT in den praktischen Sachen raus. Wer hier in der Innenstadt nämlich Outdoor-Wear trägt, der fällt sofort als Tourist auf und wir wollen uns ja so ganz langsam aber sicher mal assimilieren, nicht wahr! ;D // Aus dem Alltag: Es regnet in Reykjavik. Aktuell plätschert es Tag ein, Tag aus vor unseren Fenstern die Regenrinne herunter. Wir waren längst sicher, wir müssten eine regelrechte Regenpause einlegen, doch das Wetter hier wechselt, wie es ihm gefällt und so schenkte es uns gestern spontan Zeit und einen Hauch Sonne für Coffee to Go und einen Spaziergang in 'unserem' Viertel. Wir haben die kurze Unterbrechung im Dauergrau genutzt, direkt ein paar Fotos zu schießen und gegen unsere leicht angegraute Laune anzugehen. Das ist hier in der Innenstadt recht einfach, muss man doch nur durch die Gassen schlendern und den knalligen Häuschen folgen, um wieder ein wenig Farbe in den verregneten Alltag zu bringen. Mindestens jeden zweiten Tag müssen wir draußen eine Runde drehen, sonst werden wir wahnsinnig.

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